Die Durianfrucht ist ca. 30 cm lang und je nach Sorte zwischen 15 und 25 cm im Durchmesser. Sie besteht aus bis zu fünf Teilfrüchten. Jede einzelnde enthält zwei bis drei Samen, die wie der Samenmantel eßbar sind. Ungenießbar ist die Schale und das Fruchtfleisch, die den Samenmantel umschliessen. Das gelblich-weiße Fruchtfleisch wird von Europäern in der Regel als übelriechend eingestuft. Das Fleisch des Samenmantels erinnert geschmacklich an karamelisierten Zucker oder an eine feine Sahnespeise mit Vanillearoma. In Südostasien zählt die Durian wegen ihres Geschmacks zu den größten Genussmitteln.
Durianfrüchte wiegen zwischen zwei und sechs Kilogramm.
Ihr eiförmiges oder ballähnliches Äußeres ist dunkelgelb, grünbraun bis oliv und mit harten, konischen, 1cm hohen Stacheln besetzt. Wegen der Stacheln ist es ratsam beim Öffnen der Durianfrucht Schutzhandschuhe zu tragen.
Wenn der Reifeprozess der Durianfrucht abgeschlossen ist, fällt sie vom Baum. Gepflückte Früchte sind einige Tage länger haltbar.
Die Durian ist trotz ihres gewöhnungsbedürftigen Geruchs, der ihr den Namen „Stinkfrucht“ eingebracht hat, sehr begehrt. Elefanten, Tiger, Affen, vor allem Orang Utans, und Zibetkatzen lieben ihren Geschmack und spezifischen Geruch. Angeblich leitet sich der botanische Name Durio zibetinus von dem Ködern der Zibetkatzen mit den Früchten des Durianbaumes ab.
Hinter der biologischen Absicht des Durianbaumes, seine Früchte mit gegensätzlichen Eigenschaften auszustatten, verbirgt sich eine clevere Überlebensstrategie. Der himmlische Geschmack und der unangenehme Geruch provozieren bei den Bewohnern des Dshungels das Bedürfnis zur Nahrungsaufnahme. Die Ausscheidung der Fruchtkerne durch die Tiere sorgt für die Verbreitung der Pflanze, die ohne diese Mechanismen allein schon wegen des Gewichts der Früchte keine Möglichkeit zur Weitergabe der Erbinformation hätte.
Bereits in Darwins Aufzeichnungen findet die Durianfrucht Erwähnung. In der Literatur wird die Durian sehr unterschiedlich gewürdigt. Anthony Burgess vergleicht die Erfahrung der Durianfrucht mit dem Essen einer süßen Speise auf einer öffentlichen Toilette.
Ihr Geschmack wird mit Vanillecreme, verfeinert mit süßen Mandeln gleichgesetzt, sie soll beim Genuss einen Hauch von Zwiebeln oder Sherry verströmen. Die Meinungen scheinen Liebhaber und Gegner zu trennen. Nicht ohne Grund haben einige asiatische Fluggesellschaften ihren Fluggästen verboten, Durianfrüchte mitzuführen. In Hotels mit Klimaanlage finden Reisende den Hinweis: „No durians allowed“.
Andererseits wird die Durian von den Einheimischen ihrer Herkunftsländer sehr geschätzt und wer bereit ist, einer neuen Erfahrung wegen, die Barierre zu überwinden, wird den einmaligen Geschmack der klebrigen, gelblichen Samenhülle lieben.
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