Durian, die Stinkfrucht stinkt nicht mehr

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Im Auftrag der Regierung hat der Botaniker Dr. Songpol Somsri insgesamt 90 Sorten aus ganz Südost-Asien gekreuzt. Dreißig Jahre lang hat sich Somri mit dem Obst beschäftigt, sagte der Forscher der „New York Times“: Heraus kam ein melonengroßes Stachelobst, das einen mild-süßlichen Geruch verströmt. „Die neue Durian duftet jetzt wie eine Banane“, sagt Somri. Der neuen Sorte gab er den Namen „Chantaburi Number One“, nach seiner Heimat Provinz in der Nähe der Grenze zu Kambodscha. Ob die Frucht trotz der ausgiebigen Zuchtstrapazen ihren besonderen Geschmack behalten hat, ist nicht überliefert.

Thailand ist der größte Produzent der Durian-Frucht – fast 800.000 Tonnen im Jahr wachsen dort. Ihr Wert: 45 Millionen Dollar. Obwohl die Durian unter Asiaten so gern gegessen wird, ist ihr Geruch im Alltag bestenfalls geduldet: „Die meisten Thailänder verabscheuen ihren Geruch genauso wie die Europäer“, sagte Somri. Die Frucht wird bis zu 40 Zentimeter groß und hat eine stachelige Haut. Um auch die Stacheln verschwinden zu lassen, will Somri die DNA entschlüsseln.”

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http://www.welt.de/wissenschaft/article1035054/Stinkfrucht_erregt_keinen_Ekel_mehr.html

Durian zählt zu den ältesten Früchten der Menschheit

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Die Saison für Durians, die zu den ältesten Früchten der Menschheit zählen, umfasst die Monate Juli, August und September. Die Saison für Exportfrüchte beginnt etwas zeitiger. Diese werden geringfügig früher geerntet und unter kontrollierten Bedingungen zur Reife gebracht.

Borneo gilt als Ursprungsland des Durianbaumes, aber inzwischen findet man den König der Früchte sogar in Australien. Interessanter Weise darf der Baum nicht künstlich gedüngt werden, er gehört zu den Pflanzen, die noch an die natürlichen Gegebenheiten angepasst sind und unter diesen Bedingungen am besten gedeihen.

Unverständlich ist das Verbot der Frucht in öffentlichen Einrichtungen der Anbauländer. Auf dem Land werden Durians in großen Mengen verspeist. Man veranstaltet Wettessen und große Feste zu Ehren dieser ungewöhnlichen und wertvollen Frucht. Wahrscheinlich ist die Durian dem “zivilisieren” Geruchsempfinden des Touristen unangenehm. Menschen, die sich vegan oder vegetarisch ernähren, sollen weniger Probleme mit der Wahrnehmung der Frucht haben.

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Die Durian soll reich an Mineralstoffen und Vitaminen sein. Genaue Angaben erfragen Sie bitte bei der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.

Wenn Sie sich entschieden haben, das Besondere dieser Frucht zum ersten Mal zu erfahren, probieren Sie die Durian solo, ohne sie mit anderen Exoten oder einheimischen Früchten zu kombinieren. Sie können die Durian sowohl roh als auch gekocht, gedünstet oder gebraten essen. Eine vielseitige Frucht, die dem wahren Genießer viele Geheimnisse offenbart.

Durian - die gefährlichste Frucht der Welt

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Fallen von einem Durianbaum reife Früchte zu Boden, kann es gefährlich werden. Durianbäume sind bis zu 40 m hoch und die Früchte wiegen mehrere Kilo. Nicht ohne Grund wird die Frucht des Durianbaumes in den Herkunftsländern als die “gefährlichste Frucht der Welt” bezeichnet. Sollten Sie einen Durianbaum mit reifen Früchten bewundern wollen, tun Sie es niemals unmittelbar darunter. Wahren Sie einen ausreichenden Sicherheitsabstand!

Durian - Nicht nur Durio zibethinus trägt essbare Früchte

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Von den 30 bekannten Durianarten hat man neun als Lieferanten essbarer Früchte identifiziert.

Durio zibethinus
Durio dulcis
Durio grandiflorus
Durio graveolens
Durio kutejensis
Durio lowianus
Durio macrantha
Durio oxleyanus
Durio testudinarum.

Nur Durio zibethinus wird großflächig angebaut. Seine Früchte sind auch außerhalb der Herkunfts- und Anbauländer erhältlich.

Über die Durianfrucht

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Die Durianfrucht ist ca. 30 cm lang und je nach Sorte zwischen 15 und 25 cm im Durchmesser. Sie besteht aus bis zu fünf Teilfrüchten. Jede einzelnde enthält zwei bis drei Samen, die wie der Samenmantel eßbar sind. Ungenießbar ist die Schale und das Fruchtfleisch, die den Samenmantel umschliessen. Das gelblich-weiße Fruchtfleisch wird von Europäern in der Regel als übelriechend eingestuft. Das Fleisch des Samenmantels erinnert geschmacklich an karamelisierten Zucker oder an eine feine Sahnespeise mit Vanillearoma. In Südostasien zählt die Durian wegen ihres Geschmacks zu den größten Genussmitteln.
Durianfrüchte wiegen zwischen zwei und sechs Kilogramm.

Ihr eiförmiges oder ballähnliches Äußeres ist dunkelgelb, grünbraun bis oliv und mit harten, konischen, 1cm hohen Stacheln besetzt. Wegen der Stacheln ist es ratsam beim Öffnen der Durianfrucht Schutzhandschuhe zu tragen.

Wenn der Reifeprozess der Durianfrucht abgeschlossen ist, fällt sie vom Baum. Gepflückte Früchte sind einige Tage länger haltbar.

Die Durian ist trotz ihres gewöhnungsbedürftigen Geruchs, der ihr den Namen „Stinkfrucht“ eingebracht hat, sehr begehrt. Elefanten, Tiger, Affen, vor allem Orang Utans, und Zibetkatzen lieben ihren Geschmack und spezifischen Geruch. Angeblich leitet sich der botanische Name Durio zibetinus von dem Ködern der Zibetkatzen mit den Früchten des Durianbaumes ab.

Hinter der biologischen Absicht des Durianbaumes, seine Früchte mit gegensätzlichen Eigenschaften auszustatten, verbirgt sich eine clevere Überlebensstrategie. Der himmlische Geschmack und der unangenehme Geruch provozieren bei den Bewohnern des Dshungels das Bedürfnis zur Nahrungsaufnahme. Die Ausscheidung der Fruchtkerne durch die Tiere sorgt für die Verbreitung der Pflanze, die ohne diese Mechanismen allein schon wegen des Gewichts der Früchte keine Möglichkeit zur Weitergabe der Erbinformation hätte.

Bereits in Darwins Aufzeichnungen findet die Durianfrucht Erwähnung. In der Literatur wird die Durian sehr unterschiedlich gewürdigt. Anthony Burgess vergleicht die Erfahrung der Durianfrucht mit dem Essen einer süßen Speise auf einer öffentlichen Toilette.

Ihr Geschmack wird mit Vanillecreme, verfeinert mit süßen Mandeln gleichgesetzt, sie soll beim Genuss einen Hauch von Zwiebeln oder Sherry verströmen. Die Meinungen scheinen Liebhaber und Gegner zu trennen. Nicht ohne Grund haben einige asiatische Fluggesellschaften ihren Fluggästen verboten, Durianfrüchte mitzuführen. In Hotels mit Klimaanlage finden Reisende den Hinweis: „No durians allowed“.

Andererseits wird die Durian von den Einheimischen ihrer Herkunftsländer sehr geschätzt und wer bereit ist, einer neuen Erfahrung wegen, die Barierre zu überwinden, wird den einmaligen Geschmack der klebrigen, gelblichen Samenhülle lieben.

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