… die verbotene Frucht!

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Die Mitnahme von Durianfrüchten in Flugzeugen ist meist nicht gestattet. In Hotels mit entsprechenden Verbotsschildern können die Gäste verpflichtet werden, ihre Hotelzimmer bei Verstoß gegen das Durian-Verbot für einen festgelegten Zeitraum zusätzlich zu bezahlen.
Besucher Singapurs finden in der U-Bahn Hinweisschilder, die das Mitführen der Durian untersagen. Andererseits wurde eines der interessantesten Gebäude Singapurs, die Esplanade, von der Durian inspiriert entwickelt.

Legende der Durian

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Alle Völker der Erde kennen ganz besondere Geschichten, wenn es darum geht, Einmaliges, Traditionelles odes Landestypisches zu erklären.

Die Durian zählt zu den Ausnahme-Früchten. Sei es wegen ihrer imponierenden Größe, ihres Aussehens, ihres paradisischen Geschmacks oder des nicht nur für europäische Nasen gewöhnungsbedürftigen Geruchs. Gemunkelt wird von ihren aphrodisierenden Eigenschaften. Malaysische Frauen lächeln vielsagend, wenn sie einen Mann Durian essen sehen. Einem Mann Durian zu servieren, hat in einigen Ländern etwas Frivoles.
Über die Durianfrucht erzählt man sich in Asien die folgende Geschichte:

Ein mächtiger, aber äußerlich unattrakrive König verliebte sich in ein schönes Mädchen, das er zu seiner Braut machte.
Als die Braut sein Bemühen um ihre Aufmerksamkeit nicht würdigte, holte der König den Rat eines Weisen ein.

Der Weise versprach zu helfen und erbat von dem König drei Dinge:
das Ei eines schwarzen Vogels, um das Herz der Schönen zu erweichen, um die junge Braut freundlich zu stimmen, sollte der König dem Weisen die Milch eines weißen Wasserbüffels bringen und, um den König in den Augen der Braut schön und jung aussehen zu lassen, sollte dieser den Nektar der Drei-Wünsche-Pflanze besorgen.

Der König beeilte sich, die Forderungen des Weisen zu erfüllen und vergrub diese, wie ihm der Weise aufgetragen hatte, im Garten seines Schlosses. An der Stelle, an dem der König das Ei, die Milch und den Nektar vergraben hatte, wuchs am folgenden Morgen ein Baum mit wohlriechenden und köstlichen Früchten gegen den Himmel. Die junge Braut verliebte sich sofort in den König, nachdem sie die von den Früchten gekostet hatte. Dieser kam darauf einer weiteren Forderung des Weisen nach und veranstaltete überglücklich ein großes Fest. Leider vergaß er den Weisen einzuladen. Als dieser von den Festlichkeiten erfuhr, bezahlte er die Kränkung umgehend mit einem Fluch. Dornig sollten die Schalen der Frucht, die dem König Glück gebracht hatte, fortan sein und ein unangenehmer Geruch sollte die Menschen von ihrem Glück abhalten.

Die Wirkung der Durian

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In Überlieferungen finden sich Hinweise auf die Verwendung der Blätter des Durianbaumes, seiner Früchte und Wurzeln zur Senkung des Fiebers. Auch im Zusammenhang mit der Behandlung von Gelbsucht findet die Durian Erwähnung.

Der Durian wird eine aphrodisierende und anregende Wirkung nachgesagt. Es wird allerdings berichtet, dass übermäßiger Verzehr der Frucht Durchfall und Erbrechen auslösen kann.

Im asiatischen Raum findet das Aroma der Durianfrucht sogar Anwendung in Kondomen.

Nutzung der Früchte des Durianbaumes

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Die Früchte des Durianbaumes werden an den Nähten geöffnet und roh verzehrt. Neben dem Verzehr des rohen, den Samen umgebenden Mantels der Frucht, wird die Durian zu Süßspeisen verarbeitet. Kuchen, Konfekt, Fruchtsäfte, Eis und Fruchtaufstriche kommen dem natürlichen Geschmack der Durianfrucht entgegen. Durians werden aber auch zu Mehl verarbeitet oder kommen als Gemüse auf den Speisezettel.
Die Kerne der Durian schmecken geröstet und gesalzen interessant. Beim Kauf der Durianfrucht ist besonders auf ihre Unversehrtheit zu achten, Früchte, die durch Transport oder unsachgemäße Lagerung beschädigt wurden, riechen durch den austretenden Saft
unangenehm.
Durianfrüchte vergären im Magen, was zu einem alkoholähnlichen Rausch führen kann. Es wird beschrieben, dass Durianfrüchte niemals
zusammen mit Alkohol verzehrt werden sollten. Durianfrüchte lassen beim Verzehr die Körpertemperatur ansteigen, was im Zusammenhang mit dem gleichzeitigen Genuss von Alkohol gesundheitliche Auswirkungen haben könnte.

Über die Durianfrucht

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Die Durianfrucht ist ca. 30 cm lang und je nach Sorte zwischen 15 und 25 cm im Durchmesser. Sie besteht aus bis zu fünf Teilfrüchten. Jede einzelnde enthält zwei bis drei Samen, die wie der Samenmantel eßbar sind. Ungenießbar ist die Schale und das Fruchtfleisch, die den Samenmantel umschliessen. Das gelblich-weiße Fruchtfleisch wird von Europäern in der Regel als übelriechend eingestuft. Das Fleisch des Samenmantels erinnert geschmacklich an karamelisierten Zucker oder an eine feine Sahnespeise mit Vanillearoma. In Südostasien zählt die Durian wegen ihres Geschmacks zu den größten Genussmitteln.
Durianfrüchte wiegen zwischen zwei und sechs Kilogramm.

Ihr eiförmiges oder ballähnliches Äußeres ist dunkelgelb, grünbraun bis oliv und mit harten, konischen, 1cm hohen Stacheln besetzt. Wegen der Stacheln ist es ratsam beim Öffnen der Durianfrucht Schutzhandschuhe zu tragen.

Wenn der Reifeprozess der Durianfrucht abgeschlossen ist, fällt sie vom Baum. Gepflückte Früchte sind einige Tage länger haltbar.

Die Durian ist trotz ihres gewöhnungsbedürftigen Geruchs, der ihr den Namen „Stinkfrucht“ eingebracht hat, sehr begehrt. Elefanten, Tiger, Affen, vor allem Orang Utans, und Zibetkatzen lieben ihren Geschmack und spezifischen Geruch. Angeblich leitet sich der botanische Name Durio zibetinus von dem Ködern der Zibetkatzen mit den Früchten des Durianbaumes ab.

Hinter der biologischen Absicht des Durianbaumes, seine Früchte mit gegensätzlichen Eigenschaften auszustatten, verbirgt sich eine clevere Überlebensstrategie. Der himmlische Geschmack und der unangenehme Geruch provozieren bei den Bewohnern des Dshungels das Bedürfnis zur Nahrungsaufnahme. Die Ausscheidung der Fruchtkerne durch die Tiere sorgt für die Verbreitung der Pflanze, die ohne diese Mechanismen allein schon wegen des Gewichts der Früchte keine Möglichkeit zur Weitergabe der Erbinformation hätte.

Bereits in Darwins Aufzeichnungen findet die Durianfrucht Erwähnung. In der Literatur wird die Durian sehr unterschiedlich gewürdigt. Anthony Burgess vergleicht die Erfahrung der Durianfrucht mit dem Essen einer süßen Speise auf einer öffentlichen Toilette.

Ihr Geschmack wird mit Vanillecreme, verfeinert mit süßen Mandeln gleichgesetzt, sie soll beim Genuss einen Hauch von Zwiebeln oder Sherry verströmen. Die Meinungen scheinen Liebhaber und Gegner zu trennen. Nicht ohne Grund haben einige asiatische Fluggesellschaften ihren Fluggästen verboten, Durianfrüchte mitzuführen. In Hotels mit Klimaanlage finden Reisende den Hinweis: „No durians allowed“.

Andererseits wird die Durian von den Einheimischen ihrer Herkunftsländer sehr geschätzt und wer bereit ist, einer neuen Erfahrung wegen, die Barierre zu überwinden, wird den einmaligen Geschmack der klebrigen, gelblichen Samenhülle lieben.

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